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Editorial Die Lesben Informations- und Beratungsstelle LIBS e.V. kann zurückblicken auf ihr 15-jähriges Bestehen: In Form von Gruppen, Veranstaltungen, Fortbildungen und Beratung versuchen wir, den artikulierten Bedarf abzudecken sowie neue Themen aufzunehmen. Aktuelle Tendenzen zeigen sich in der zunehmenden Nachfrage nach Veranstaltungen zum Thema Lesben und Kinderwunsch, das inzwischen zu dem Bereich Leben mit Kindern wurde und in diesem Jahr mit dem Angebot für lesbische Mütter zur Aufklärung der Kinder über die biologische Herkunft und über den Umgang des alltäglichen Outings mit den Kindern ergänzt wird. Auch in der Beratung hat sich in den letzten Jahren ein Thema herauskristallisiert, das wir in diesem Jahr fortsetzen werden: Raum zu geben für Trauer und einen Umgang zu finden mit dem Tod der Liebsten. Zusätzlich haben wir eine allgemeine telefonische Beratungszeit in unser Angebot aufgenommen, zu der die Berater_in persönlich zu erreichen ist. Queer ist bereits seit Jahren Thema in der Lesben Informations- und Beratungsstelle. Im letzten Jahr wurde hierzu eine Fortbildung für das Kompetenznetzwerk lesbisch-schwule Jugendliche in Hessen (ein Kooperationsprojekt von Hessischem Sozialministerium und Hessischem Jugendring) durchgeführt. Die Diskussion um Selbstverständnisse sexuell-geschlechtlicher Lebensweisen nimmt weiterhin einen wichtigen Platz ein im LIBS: Mit unserem Beratungsangebot richten wir uns an lesbische und bisexuelle Mädchen und Frauen, an Transgender sowie an alle, die in Bezug auf sexuelle und geschlechtliche Identität Klärung oder Austausch suchen. Gleichzeitig ist der Austausch zwischen den Generationen im LIBS zu einem wichtigen Schwerpunkt geworden. Unsere Erfahrungen mit Lesben unterschiedlichen Alters belegen ein zunehmendes Interesse an Gesprächen und Austausch untereinander, das wir im Rahmen eines Erzählcafés aufgegriffen haben. Dazu organisieren wir eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Dialog der Generationen“, bei der folgende Fragen im Mittelpunkt stehen: Was ist alt? Was ist jung? Was wissen wir voneinander? Was können wir übereinander erfahren? Was können wir voneinander lernen? Die erste Veranstaltung fand im November 2007 statt und ist auf ein reges Interesse gestoßen. Gefördert wird das LIBS durch jährliche Zuwendungen der Stadt Frankfurt am Main, der wir für die gute Kooperation und die finanzielle wie auch ideelle Unterstützung danken wollen. Viele Angebote werden durch die engagierte Arbeit von Honorarkräften und ehrenamtlich Aktiven sowie durch die finanzielle und tatkräftige Unterstützung von Förderinnen und Spenderinnen im LIBS realisiert: An dieser Stelle unser herzlicher Dank. Mit allen Unterstützenden wollen wir im Juni diesen Jahres das 15+1 Jubiläum des LIBS feiern – Einladungen hierzu werden separat versendet. Wir hoffen, mit diesen Angeboten den verschiedenen Bedürfnissen
nach Information, Austausch und Beratung zu entsprechen und mit unseren
Aktivitäten zu einer Sensibilisierung für vielfältige sexuell-geschlechtliche
Lebensweisen beizutragen. DAS LIBS-TEAM
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